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Jugendaustausch

Zwischen Staatstheater, Luther und Germania

Propstei Rheinessen/Hilke WiegersIhre Sightseeing-Tour führte die jungen Christen aus Indonesien auch nach Frankfurt.

Elfköpfige Jugendgruppe aus Indonesien zu Gast in Rheinhessen

Ihre Reise war beeindruckend weit, entsprechend groß war auch ihre Begeisterung: Elf Jugendliche, Mitglieder der Evangelischen Kirche in der Minahasa / Indonesien (GMIM), sind zusammen mit zwei erwachsenen Betreuerinnen und Betreuern 11 000 Kilometer weit gereist, um mit einem 14-tägigen Aufenthalt in Deutschland den Besuch von Jugendlichen aus evangelischen Gemeinden in Rheinhessen im Jahr 2018 zu erwidern.

Der Jugendaustausch, für den sich die Organisatoren aus dem GMIM-Partnerschaftsausschuss der Evangelischen Propstei für Rheinhessen und das Nassauer Land in Zusammenarbeit mit den jugendlichen Austauschpartnern in Rheinhessen ein ebenso umfang- wie abwechslungsreiches Programm ausgedacht haben, ist ein Ergebnis der schon seit 30 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen der Evangelischen Propstei für Rheinhessen und das Nassauer Land und der Evangelischen Kirche in der Minahasa in Indonesien.

Erstmals Jugendliche zu Gast

Bis 2018 hatte es schon zahlreiche gegenseitige Besuche zwischen den beiden evangelischen Gruppen gegeben, aber nun konnten Pfarrerin Dr. Erika Mohri und die Pfarrer Joachim Schuh und Hartmut Lotz (Mitglieder im Partnerschaftsausschuss EKHN/GMIM) zum ersten Mal eine Delegation von Jugendlichen aus Indonesien auf dem Frankfurter Flughafen begrüßen.

Den Auftakt der Internationalen Jugendbegegnung machte am zweiten Tag des Aufenthalts ein erlebnisreicher Besuch der Luther-Stadt Worms, wo die weitgereisten Gäste von dem Dekan des Dekanates Worms-Wonnegau, Harald Storch, in Empfang genommen wurden. Eine Stadtrallye und ein abendliches Grillen mit deutschen Jugendlichen im Erlebnisgarten einer Wormser Kirchengemeinde folgten.

Deutsche Organisationen besucht

Am Dienstag lernten die Jugendlichen deutsche Einrichtungen, wie die Feuerwehr, den Arbeitersamariterbund und das Technische Hilfswerk kennen, wo auch deutsche Jugendliche ehrenamtliche Arbeit leisten. Mittwochs stand der Besuch Grundschule und ein Kindergarten in Ober-Saulheim, das zum Evangelischen Dekanat Ingelheim-Oppenheim gehört, auf dem Programm.

Am Donnerstag lernten die jungen Indonesier ein Gymnasium im Alzey kennen, und abends stand ein Konzert für Jugendliche im Mainzer Staatstheater auf der Agenda. Zwischendrin ging es – angesichts der sommerlich hohen Temperaturen – immer wieder in ein Freibad. Der Freitag schließlich stand mit einem Besuch in der Stadt Frankfurt unter dem Motto der „Interkulturellen Begegnung“.

Sightseeing und Teambuilding

Samstags schließlich war ein bisschen Sightseeing angesagt: Mit der Seilbahn fuhr man in Rüdesheim hinauf zur Germania hoch, und abends wurde am Binger Rheinufer gespeist. Sonntags gestalteten die deutschen und die indonesischen Jugendlichen in Alzey gemeinsam einen Gottesdienst, um dann zwecks Teambuilding zwei Tage in einem Heuhotel im Hunsrück zu verbringen.

Noch haben die Jugendlichen einige Tage in Deutschland vor sich, mit dem ihnen sicherlich so mancher bleibende Eindruck auch. Nicht zuletzt sollen die jungen Protestanten aus Indonesien, so formulierte es die Leiterin der indonesischen Reisegruppe und Mitglied der GMIM-Kirchenverwaltung im indonesischen Minahasa, Novia Vivi Lambey, „etwas über die christlichen Werte aus dem Land erfahren, woher uns die Missionare Riedel und Schwarz das Evangelium brachten“.

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