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Verena Reeh ist die neue Pfarrerin von Appenheim, Ober- und Nieder-Hilbersheim

Ein lang gehegter Wunsch wurde Wirklichkeit

N.Weisheit-Zenz

Nach drei Jahren Vakanz haben die Gemeinden Appenheim, Ober- und Nieder-Hilbersheim eine neue Pfarrerin. Der Festgottesdienst war Ordination und Amtseinführung zugleich.

N.Weisheit-Zenz

Ihre erste Predigt als Pfarrerin war gleichzeitig auch ihre erste Predigt in ihrer neuen Gemeinde: Nicht nur, dass der Propst für Rheinhessen und das Nassauer Land, Dr. Klaus-Volker Schütz, Verena Reeh mit einem Festgottesdienst zur Pfarrerin ordinierte. Die junge Frau wurde auch als neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinden Appenheim, Ober- und Nieder-Hilbersheim in der Ober-Hilbersheimer Kirche in ihr Amt eingeführt. Der Empfang war herzlich, Gäste aus fern und nah waren gekommen, um diesen wichtigen Schritt im Leben der gebürtigen Odenwälderin zu feiern.

„Was wir heute mehr denn je brauchen, sind religiöse, authentische Erfahrungen“, betonte Propst Schütz. Ganz besonders würdigte er den außergewöhnlichen Werdegang der jungen Frau, die zunächst eine Banklehre absolvierte und als Vertretungslehrerin tätig war. Für die Kirche hatte sie sich da schon in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert, ob bereits mit 18 Jahren im Kirchenvorstand, später als Mitglied des Dekanatssynodalvorstandes oder als Prädikantin. Auch während ihres Theologiestudiums in Marburg, Leipzig und Heidelberg brachte sie sich in zahlreichen Gremien der Kirche ein.

In ihrer Antrittspredigt sprach die junge Pfarrerin von ihrer Berufung und Begeisterung für ihr neues Amt. Der Gedanke, „Feuer und Flamme“ zu sein, habe sie durch ihr Studium begleitet. Nun sei bei ihr der Funke übergesprungen für ihre künftige Tätigkeit, für die ihr auch in Fürbitten Gebete zugesprochen wurden: für Unterstützung, ein faires Miteinander, viel Kraft und Kreativität. „Dein Weg zur Pfarrerin war außergewöhnlich“, betonte Pfarrer Klaas Hansen, Wegbegleiter und Förderer von jungen Jahren an. Mit Ehrgeiz und Elan sei die heute 35-jährige Theologin ihren Weg gegangen, mit dem Glauben als Kraftquelle auch gegen Bedenken von außen. Sehr geschätzt worden sei sie schon als Sternsängerin und Gruppenleiterin, im Kindergottesdienst-Team oder Kirchenvorstand. Berufsbegleitend absolvierte sie die Abendschule zum Abitur und später eine Ausbildung zur Prädikantin, bevor sie sich bewusst für das Pfarramt entschied und entsprechende Stationen durchlief. „Es war ein steiniger, anstrengender Weg“, schaute Pfarrerin Reeh nun zurück, stolz auf das Erreichte und überwältigt von den vielen Gästen und Glückwünschen. 

Viele Menschen gestalteten den Festgottesdienst: die evangelischen Chöre von Ober-Hilbersheim und Treis/Lumda, dem Ort, in dem sie ihr Vikariat absolvierte, sangen. Ordinationsassistenten gaben ihr Bibelworte und weitere Segenswünsche mit auf den Weg, wie „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“. Hinter den Kulissen waren zahlreiche Ehrenamtliche zur Ausrichtung des Empfangs der neuen Pfarrerin an ihrer neuen Wirkungsstätte im Einsatz. Drei Jahre war die Pfarrstelle im Welzbachtal vakant, die Verena Reeh nun mit neuem Leben füllen möchte. „Leben Sie mit den Menschen hier“, gab ihr der Dekan des Dekanates Ingelheim-Oppenheim, Pfarrer Olliver Zobel, daher als guten Zuspruch mit. Und auch ihr katholischer Kollege, Pfarrer Stephan Herrlich, möchte sich mit Pfarrerin Reeh auf den Weg machen, um das christliche Leben vor Ort zu gestalten. 

 

 

 

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