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Kirchengemeinde dankt langjährigem Kirchenvorsteher und dem Besuchsdienst

„Diese Vielfalt ist ein wunderbarer Schatz“

N.Weisheit-Zenz

Die Kirchengemeinde Groß-Winternheim-Schwabenheim würdigte mit einem Festgottesdienst in der Schwabenheimer Kirche den 10 Jahren sehr aktiven Besuchsdienst für ältere und kranke Menschen und den Kirchenvorsteher Gerhard Klos, der seit 40 Jahren Mitglied des Kirchenvorstandes ist.

N.Weisheit-Zenz

Ohne sie wäre die evangelische Kirche nicht denkbar, denn mit ihrem Engagement und ihren Ideen prägen sie das Leben der Kirchengemeinden: die Ehrenamtlichen. Vielerorts sind sie eine tragende Säule des Gemeindelebens. So auch in der evangelischen Kirchengemeinde Groß-Winternheim-Schwabenheim, die sich jüngst mit einem Festgottesdienst in der Schwabenheimer Kirche bei dem seit 10 Jahren sehr aktiven Besuchsdienst für ältere und kranke Menschen und dem Kirchenvorsteher Gerhard Klos, der seit 40 Jahren Mitglied des Kirchenvorstandes ist, bedankte. In seiner Festpredigt freute sich Pfarrer Holger Scheid, der sich auch im Ruhestand mit seiner früheren Gemeinde verbunden fühlt, über das langfristige Engagement so vieler „dass es diese Vielfalt gibt, ist ein wunderbarer Schatz“, und dankte allen, die berufen sind, Gottes Botschaft und seine Liebe weiterzugeben.

Der Besuchsdienst der Gemeinde entstand vor 10 Jahren aus der Erfahrung heraus, dass die Zahl der älteren Menschen in der Gemeinde stetig steigt, und der damalige Pfarrer die Wünsche nach Gesprächen und Glückwünschen alleine nicht mehr bewältigen konnte. Idee und Initiative gingen von Sigrid Eckhard-Dickescheid aus. Von Anfang an dabei waren auch Adolf Bollenbach, Astrid und Sigfried Burchard, Ursula Schummel, Andrea Piee-Staffa, Bärbel Halter und Margarete Klingelhöffer. Weitere Aktive kamen im Laufe der Zeit hinzu. Mehr als 15 sind es 2019 insgesamt. Zwei weitere Ehrenamtliche verteilen Grußkarten an Senioren, die keine runden Geburtstage feiern. Unzählige Male haben sie alle in den vergangenen zehn Jahren verlässlich Verantwortung übernommen und während ihnen die Türen geöffnet wurden, auch ihre Herzen geöffnet, nahmen sich Zeit, um den Besuchten zuzuhören. „Vor allem bei Krankheit oder zu Geburtstagen kommen sie wie Engel vorbei, um anderen Gutes zu tun“, würdigte Christl Beringer als Vorsitzende des Kirchenvorstands die Tätigkeit des Besuchsdienstes. Als symbolische Geschenke überreichte sie daher kleine Engel.

„Gott und den Menschen dienen“, wie Pfarrer Holger Scheid es bezeichnete, dieser Berufung war auch Gerhard Klos einst gefolgt, als er „Ja“ sagte. 1948 geboren, zählte der Landwirt und Winzer zu den Jüngeren, als er 1979 feierlich in den Kirchenvorstand aufgenommen wurde. Man hatte ihn gefragt, weil er öfter im Gottesdienst anzutreffen war. Vier Jahrzehnte ist er nun bereits KV-Mitglied, mehr als die Hälfte seines Lebens, und „immer da, wenn man ihn braucht“, wie es in der Würdigung hieß. Als sehr zuverlässig und zuversichtlich wird Gerhard Klos beschrieben - jemand, der mit Rat und Tat zur Seite steht.

Dafür, dass er schon so lange Zeit, Kraft und Gedanken in den Dienst Gottes und der Gemeinde stellt, wurde ihm im Gottesdienst mit einem Geschenk und langanhaltendem Beifall gedankt. Sichtlich gerührt war Gerhard Klos von dieser Wertschätzung. Er sei kein Mann großer Worte, sagt er selbst, wirke lieber bescheiden im Hintergrund. Auch im Bauernverein, bei Feuerwehr oder Gesangverein war und ist er aktiv, aus Verbundenheit mit seinem Heimatort. Die Kirche ist ihm neben Beruf, Privatleben und anderen Ehrenämtern eine Herzensangelegenheit.

Im Laufe der Jahre arbeitete er mit verschiedenen Pfarrern und Pfarrerinnen zusammen. Neben den Gottesdiensten und regelmäßigen Sitzungen war und ist ein Schwerpunkt seiner Arbeit der Bereich Bauen. Besonders stolz ist er darauf, wie schön das im Jugendstil gestaltete Schwabenheimer Gotteshaus geworden ist und denkt gern an die Feiern zum 150- und 175-jährigen Bestehen der Kirche. Und er bedankte sich bei seiner Familie, für ihr Verständnis und ihre Geduld in Zeiten großer Arbeitsbelastung im Ehrenamt. Dass es eine gute Lösung für nach der Zeit der Vakanz seiner Gemeinde geben wird, da ist er optimistisch: „Es geht immer weiter.“

Zum Abschluss dankte die Gemeinde auch ihrer Kirchenvorstands-Vorsitzenden Christl Beringer für ihr außerordentlich großes Engagement und ihre Freundlichkeit: „Ich bin froh“, strahlte Christl Beringer, „dass ich der Gemeinde in dieser Form dienen kann.“

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